Mittwoch, 20. August 2014

Uhus in Kleingartenkolonie in Hamburg

Leider brütet der Uhu auf dem Ohlsdorfer Friedhof schon seit einigen Jahren nicht mehr. Das Weibchen ist weiterhin in ihrem Revier zu beobachten und auch ein Männchen ist anwesend. In Herbst und im zeitigen Frühjahr rufen und balzen die beiden und es werden auch Vereinigungen beobachtet. Uhuline ist im Frühjahr häufig in der Nähe der Nistschale zu sehen und besucht diese auch, aber sie schreitet nicht zur Brut. Der Grund ist leider unbekannt.


Auf dem folgenden Foto ist deutlich der weiße Kehlfleck des rufenden Uhus zu sehen:



Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich heute einen Bericht im Hamburger Wochenblatt über junge Uhus in einer Kleingartenkolonie in Hamburg las. Ein Uhupaar hat, wie schon im vergangenen Jahr, an einem leerstehenden Gebäude in der Nähe des Stadtparks gebrütet und 2 Junge großgezogen, die sich nun schon seit Mitte Juni in einer Kleingartenkolonie in der Nähe tummeln, dort in Bäumen die Tage verschlafen und abends auf Jagd gehen. In einem Bericht über die Brut des letzten Jahres hat der Fotograf Gerhardt Brodowski auf seiner Webseite über die Schwierigkeiten und Störungen bei der Jungenaufzucht an diesem Gebäude geschrieben. Im nächsten Jahr wird aber an dem Haus keine Brut mehr stattfinden, da es demnächst abgerissen werden soll.

Uhu scheinen in dieser Gebiet in Hamburg verbreitet zu sein. Möglicherweise handelt es sich um Nachkommen des Uhupaares auf dem Ohlsdorfer Friedhof.  Der Brutplatz am Stadtpark ist etwa 3 km (Luftlinie) vom Uhulines Revier auf dem Friedhof entfernt.

2010 konnte ich eine Uhubrut etwa in der Mitte der beiden Uhureviere, ebenfalls an einem leerstehenden Gebäude beobachten. Dort hatte ein Uhupaar auf einem Balkon des Gebäudes gebrütet und 2 Junge großgezogen.



Als ich einen der Innenhöfe des Gebäudes betrat, saß dort etwa 10 m von mir entfernt ein Uhu auf einem Pfahl, schaute mich ganz ruhig an und flog nicht weg. Das war eine meiner eindrucksvollsten Begegnungen mit einer Eule.




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