Samstag, 24. Mai 2014

Uhu in der Innenstadt von Frankfurt

Uhus finden in Großstädten offensichtlich ein reiches Nahrungsangebot, bestehend v.a. aus Tauben, Igeln, Ratten und Kaninchen, und suchen sich zunehmend Reviere auch innerhalb großer Städte.

Auch in der Innenstadt von Frankfurt wurden inzwischen mehrfach Uhus gesichtet.

Anfang April sorgte ein stattlicher Uhu an der Friedenskirche im Frankfurter Gallus für Aufregung. Bei der Eule mit einem relativ hellen Gefieder handelte es sich möglicherweise um einen Turkmenischen Uhu (Bubo bubo omissus), eine heller gefärbten Unterart des europäischen Uhus, der im November 2013 einer Falknerin aus Gelnhausen entflogen war. Es kann aber auch ein europäischer Uhu gewesen sein, denn auch die heimischen Uhus variieren in der Gefiederfärbung.

Anfang Mai berichtete die FAZ von einem Uhu in der Innenstadt von Frankfurt, der von zahlreichen Krähen attackiert wurde. Besorgte Passanten riefen die Tierrettung und diese wiederum die Feuerwehr, bei deren Anrücken der Uhu jedoch davon flog. Die Sorge um den Uhu ist bei solchen Scheinangriffen durch andere Vögel allerdings unbegründet. Die Krähen "hassten" auf den Uhu, ein typisches Verhalten von Singvögeln, wenn sie eine Eule bei Tag entdecken. Sie versuchen, den Feind durch Scheinangriffe zu verjagen, können aber dem Uhu dabei nichts anhaben. Ganz im Gegenteil, Krähen stehen auf dem Speiseplan des Uhus.

Am 22.05 berichtete die Frankfurter Rundschau wohl von demselben Uhu, der, ganz in der Nähe des anderen Standortes in der Innenstadt, am Rande einer Großbaustelle in  der City in der Nähe der Zeil regelmäßig zu sehen ist. Die Bauarbeiter gaben dem Uhu den Namen "Bartholmäus" nach dem Frankfurter Dom. Ob er dort brütet, ist unklar. Ein zweiter heller gefärbter Uhu soll  im Ostend unterwegs sein, möglicherweise der Uhu vom Gallus? Vielleicht finden sich die beiden ja und brüten gemeinsam?

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